Schwitzhütte
Die Schwitzhütte der nordamerikanischen Indianer ist eine uralte heilige Reinigungszeremonie für Körper, Geist und Seele. Auch in Europa gab es solche Zeremonien, den meisten aus dem nordischen Raum unter dem Namen “Sauna” bekannt. Und auch diese Arten von “Schwitzhütten” sind früher wohl mehr zeremoniell abgehalten worden als dies heute der Fall ist. Die eigentliche Schwitzhütte ist vom äußeren, sowie vom Ablauf nur im Entferntesten mit unserer bekannten Sauna zu vergleichen. Die Schwitzhütte besteht im Aufbau aus einem Weidengeflecht, welches in der Form einem Iglu gleicht. Dieses Weidengeflecht wird in mehreren Schichten mit Decken abgedeckt, so dass im Inneren absolute Dunkelheit herrscht. Draußen vor dem Eingang wird ein heiliges Feuer erbaut, indem die Steine erhitzt werden. Die Steine symbolisieren im indianischen Glauben die Knochen von “Mutter Erde” und ebenfalls unsere Ahnen. Sie werden anschließend vom “Feuermann” ins Innere der Schwitzhütte in ein in der Mitte eingelassenes Loch (der Pit) gebracht. Die Teilnehmer sitzen nun im Kreis in der Hütte welche symbolisch den Bauch unserer “Mutter Erde” verkörpert. Nun werden in Begleitung von Trommel, Rassel und Gesang unsere Gebete, Bitten und Danksagungen an den Schöpfer weitergegeben. Die Zeremonie läuft insgesamt in 4 Runden ab. Nach jeder dieser Runden folgt eine Pause, in der die Tür geöffnet wird und je nach Belieben des Schwitzhüttenleiters evtl. auch Wasser gegeben wird. Der Schwitzhüttenleiter gießt dann je nach Tradition und Runde eine bestimmte Menge Wasser auf die glühenden Steine. Der aufsteigende Wasserdampf reinigt und läutert uns und trägt die Gebete der Teilnehmer hinauf zu unserem Schöpfer.
In der Schwitzhütte ist alles was der Mensch zum Leben braucht vertreten:
- die Erde auf der man sitzt und die das aufnimmt, was man in der Schwitzhütte abgibt,
- die Kräuter, die auf den Steinen geräuchert werden, vertreten das Pflanzenreich,
- die Decken (ursprünglich wurden Tierfelle verwendet), zum Abdecken der Hütte und die Tierhaut der Trommel stehen für das Tierreich, und
- das Wasser ist in Form des heißen Dampfes vorhanden.
Somit ist der Kreis geschlossen und der Verbundenheit zu all unseren Verwandten ist Ausdruck verliehen!
Termin: Die aktuellen Termine bitte telefonisch erfragen oder auf der Internetseite (siehe unten) nachlesen.
Ort: Der Pauenhof, Pauendyk 1, Sonsbeck, Nähe Issum/ Sonsbeck am Niederrhein
Nähere Infos zum Pauenhof und Anfahrt unter www.pauenhof.de oder telefonisch (siehe unten)
Spendenbasis: gewünscht sind 25 €
Die Schwitzhütte ist traditionell ein Give-Away. Heute ist meist Geld die Gegenleistung. Der Betrag setzt sich zusammen aus einer Spende für die Benutzung des Platzes (10 € pro Teilnehmer) und Spende für anfallende Kosten wie Holz, Räucherwerk, Decken, usw.
Mitbringen:
Ø Sitzunterlage (Handtuch/ Flickenteppich), Badelatschen, Handtuch usw. zum Duschen, evtl. Shorts oder T-Shirt
Ø etwas “fertiges” zu Essen für das gemeinsame Buffet
Ø ein Give-Away (kleines Geschenk) für Feuermann/-frau
Ø wetterfeste Kleidung (Es findet “eigentlich” bei jedem Wetter statt)
Anmeldung:
Jens Tel.: 02841/9317612 E-Mail an Jens: info(at)hueterderpfeife.de
Christophs Tel.: 0203/3986526 E-Mail an Christoph: c.poyck(at)gmx.de
sh2010_flyer_jenschristoph.pdf
Möchten Sie rechtzeitig Nachricht über die nächste Schwitzhüttenveranstaltung? Schicken Sie Jens oder mir eine E-Mail, dann werden Sie in die Verteilerliste für unsere Interessierten aufgenommen.
Eindrücke
Die Steine müssen heiß werden.
Das Sonnenlicht bricht sich im Rauch.
der Altar
Manchmal kann man solche Sonnenuntergänge erleben.














